Der Freizeitpark Plopsaland Deutschland (ehemals Holiday Park) soll in den kommenden Jahren umfassend ausgebaut werden. Der Betreiber Plopsa-Gruppe kündigte Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro bis 2028 an. Ziel ist es, den Standort in Rheinland-Pfalz zu einem europaweit führenden Premium-Freizeitresort für Familien zu entwickeln.
Vom Tagesziel zum Resort
Im Zentrum der Pläne steht die Resort-Strategie: Künftig will man nicht mehr nur Tagesgäste anziehen, sondern verstärkt Mehrtagesurlauber. Dazu sollen sowohl ein eigenes Hotel als auch Ferienhäuser entstehen. Ergänzend wird das Partnerhotel-Programm erweitert, um attraktive Kombi-Angebote mit regionalen Übernachtungsbetrieben und Freizeitangeboten zu schaffen.
Die Richtung ist klar: Aus dem Freizeitpark soll eine Ganzjahres- und Mehrtagesdestination werden – vergleichbar mit Konzepten anderer großer Freizeitpark-Resorts in Europa.
Plopsaqua als Ganzjahres-Booster
Ein Schlüsselprojekt ist der geplante Wasserpark Plopsaqua Haßloch. Nach der Grundsteinlegung im Herbst 2025 soll die Anlage bis Anfang 2028 fertiggestellt sein. Der moderne Wasserpark ergänzt das Angebot um wetterunabhängige und ganzjährige Erlebnisse für Familien.
Für Plopsa ist Plopsaqua ein „Booster“, um die Attraktivität des Standorts deutlich zu steigern und Besucher auch außerhalb der klassischen Saison anzuziehen.
Starke Verzahnung mit der Region
Ein weiterer Schwerpunkt ist die enge Integration in die Tourismusstrategie von Rheinland-Pfalz. Neben neuen Attraktionen im Park selbst setzt Plopsa auf Kooperationen mit regionalen Anbietern – von der Gastronomie bis hin zur Weinwirtschaft.
Damit soll ein touristisches Ökosystem entstehen, das sowohl dem Park als auch der Region zugutekommt. Gäste, die mehrere Tage bleiben, bringen nicht nur dem Park, sondern auch lokalen Hotels, Restaurants und Freizeitanbietern zusätzliche Einnahmen.
Politische Rückendeckung
Ministerpräsident Alexander Schweitzer betonte bei einem Besuch in Haßloch die Bedeutung des Projekts: Plopsas Investition zeige, dass Rheinland-Pfalz attraktiv für Investoren sei. Der Park fungiere als Tourismusmagnet mit wirtschaftlicher Strahlkraft und stärke die Region durch neue Arbeits- und Ausbildungsplätze.
Damit wird die Investition auch als Signal verstanden: Der deutsche Freizeitmarkt bleibt für internationale Betreiber ein zentraler Wachstumsfaktor.
Synergien der Plopsa-Gruppe
Die Plopsa-Gruppe, Freizeitparksparte des belgischen Medienunternehmens Studio 100, betreibt europaweit acht Parks mit mehr als 3,5 Millionen Besuchern jährlich. Durch die Integration von Plopsaland Deutschland in das internationale Portfolio will man künftig neue Zielgruppen erschließen – insbesondere aus den Benelux-Staaten und Frankreich.
Bernd Beitz, Direktor Deutschland bei Plopsa, erklärte, man wolle die Synergien der Gruppe nutzen, um Haßloch langfristig als Premium-Resort im größten Freizeitmarkt Europas zu etablieren.
Ein starkes Signal für den Markt
Mit den angekündigten 100 Millionen Euro handelt es sich um eines der größten Transformationsprojekte in der deutschen Freizeitparkbranche. Plopsaland Deutschland soll sich in den kommenden Jahren zu einem Leuchtturmprojekt entwickeln – als Resort, das wetterunabhängig funktioniert, eng mit der Region vernetzt ist und internationale Gäste nach Rheinland-Pfalz lockt.
Für Freizeitpark-Fans bedeutet das: Der Standort in Haßloch wird sich in den kommenden Jahren deutlich verändern – mit neuen Attraktionen, mehr Komfort und einem klaren Fokus auf mehrtägige Aufenthalte.
